Keetmanshoop

Karte - Keetmanshoop

Bereits 1791 gab es im Gebiet des heutigen Keetmanshoop eine kleine Namasiedlung. Der heutige Name der Stadt geht auf den deutschen Kaufmann und Bankier Johann Keetman zurück, der im Jahre 1860 der Rheinischen Missionsgesellschaft zur Errichtung einer Missionsstation Geldmittel spendete. Keetman erhoffte sich, durch die Christianisierung der Eingeborenen die häufig vorkommenden Stammeskämpfe beenden zu können - daher auch der Name "Hoffnung des Keetman".

Keetmanshoop ist das Wirtschafts-, Verwaltungs- und Einkaufszentrum in Südnamibia. Die knapp 17.000 Einwohner zählende Stadt lebt vorrangig von der in der Umgebung betriebenen Karakulschafzucht.

Kirche
Schreibmaschine
Die Rheinische Missionskirche beherrbergt heute das Heimatmuseuem

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Eines der zahlreichen Exponate der Ausstellung

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Da Keetmanshoop zu den frühesten deutschen Siedlungen in Südwestafrika gehört, sind noch einige historische Gebäude aus dieser Zeit erhalten. Zu ihnen gehören unter anderem:


Lohnend ist ein Besuch des Köcherbaumwaldes, der ca. 20 Kilometer nordöstlich der Stadt über die Straße C 17 zu erreichen ist. Diese, auf dem Gelände einer Privatfarm liegende Ansammlung von ca. 250 Köcherbäumen wurde am 1. Juni 1955 zum Nationaldenkmal erklärt. Der Köcherbaum (Aloe Dichotoma) ist eine baumartige Aloe, die trockene und heiße Felswüsten bevorzugt. Sie kann bis zu 9 Metern hoch sowie 300 Jahre alt werden. Ihren Namen bekam die Pflanze, weil die San (Buschmänner) aus ihren Ästen Pfeilköcher für die Jagd anfertigten.

Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang im Köcherbaumwald
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Köcherbäume und Felsen
Mond über dem Köcherbaumwald
Köcherbäume wachsen nur zwischen Granitfelsen

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Der untergehende Vollmond über dem Köcherbaumwald

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Rinde
Schwammgewebe
Die Stämme wirken aufgrund ihrer Rinde, als seien sie mit abblätternder Folie überzogen

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Das schwammartige Holz ist ideal um das knappe Wasser zu speichern

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Auf dem Gelände der gleichen Farm, nur wenige Kilometer vom Köcherbaumwald entfernt, liegt der Giant's Playground. Diese, nur in den wenigsten Reiseführern erwähnte Geröllandschaft, zählt mit zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten des Landes: Hinter jeder Biegung des ausgeschilderten Rundwanderweges eröffnet sich dem Besucher ein völlig neuer Anblick der zerklüfteten Felsformationen.

Giant's Playground
Giant's Playground
Wie Bauklötze eines Riesen erscheinen die Granitblöcke

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Mit ein wenig Fantasie erkennt man Figuren aus den Felsformationen

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Eidechse
Eine Eidechse döst auf einem der
Felsen in der Morgensonne

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Tip:

Entgegen der Ratschläge in Reiseführern sollte man den Köcherbaumwald direkt bei Sonnenaufgang besichtigen und am späten Nachmittag zum Giant's Playground fahren!

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